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Traditionsreiche Faschingsskitouren

14.02.2026

In unserer schnelllebigen Zeit ist es schön, wenn etwas Beständigkeit hat. So auch die Faschingsskitouren unserer Sektion Teisendorf. 1990 ins Leben gerufen, sind sie mittlerweile zur Tradition geworden. Die Gesichter auf den alten Fotos sind nicht mehr dieselben, aber die Begeisterung für den Schnee ist geblieben.

Die Schlüsselstelle ist jedes Jahr die Gleiche. Im Herbst beginnt die Suche nach einem passenden Hotel, in einer passenden Region für 24 Skitourengeher. Mit dem Parkhotel in Matrei am Brenner wurde eine ideale Unterkunft gefunden. Und dann das Warten auf den Schnee… 

Heuer ist es schon besonders zach, es gehen ja eigentlich mit wenigen Ausnahmen nur Pistentouren. Man sagt sich immer: „Irgendwas geht allaweil“. Auch die Wetterprognose war alles andere als berauschend. Das macht die Planung nicht unbedingt leichter.

Wir wählten den Patscherkofel, einen markanten Eckpfeiler von Innsbruck, als Eingehskitour aus. Eine Pistentour über die ehemalige Olympiastrecke. Die Tiefblicke auf Innsbruck und die Nordkette ist beeindruckend. Eine erste gemeinsame Einkehr im Gipfelstüberl, bevor es über die Olympiaabfahrt zurück zum Parkplatz ging. Nach kurzer Autofahrt erreichten wir unser Hotel und lassen den Nachmittag im kleinen, aber feinen Wellnesbereich ausklingen.

Für den zweiten Tag sagte der Wetterbericht für den Nachmittag Aufhellungen. Für uns heißt das ausschlafen und spät frühstücken. Es pressiert halt ned. Auch gab es 5-10 cm Neuschnee, das die Landschaft wiedermal in ein Wintermärchen verwandelte. Wie üblich teilten wir uns in mehrere Gruppen. Während die eine Gruppe nach Praxmar fuhr und den 3004 m hohen Zischgeles bestieg, fuhr der Rest nach Padaun ins Valsertal. Von dort hat man mit Vennspitze und Padnauner Berg mehrere Gipfeloptionen. Der Wetterbericht sollte nicht ganz Recht behalten, es gab nicht nur Aufhellungen, sondern es wurde richtig sonnig. Somit konnten alle einen perfekten Skitag geniessen.

Am dritten Tag dasselbe Spiel, Wetter besser als vorausgesagt und 5-10 cm Neuschnee, nur anderer Ort. Diesmal entscheiden sich alle für den Grubenkopf im Oberbergtal. Und mit dem Hohen Lorenzen hatte man dann noch eine zusätzliche Gipfeloption für die unermüdlichen. Am Grubenkopf war es sonnig und windstill, man konnte bei einer längeren Pause den Blick zu den Dolomiten genießen. Es war fast schon „letz“, was für den Hochwinter ja nicht unbedingt üblich ist. 

Nach einem Jahr Pause, fand dann abends wieder ein kleiner Rosenmontagsball statt. Das Jahr Pause war anscheinend gut. Die Teilnehmer waren lustig kostümiert und die Stimmung an der Bar ausgelassen. Gitti und Stefan mussten die „Wadl“ ihrer Liebsten ertasten, eine Polonese wurde getanzt und nicht zuletzt, wurden die Flügel eines Engels in eine Luftgitarre umgewandelt und zu Highway to Hell von AC/DC gerockt. Nein, es war kein Kinderfasching…, das Durchschnittsalter zwischen 50-60 Jahren. Und Nein, wir gehören nicht zum „Alten Eisen“. Gut das um Mitternacht Sperrstunde war, sonst hätten wohl einige Autofahrer Probleme mit Restalkohol gehabt.

Am letzten Tag ging es dann für alle noch auf den Sattelberg. Eine kleine, aber feine Skitour. Gerade Recht für den vierten Tag. Nach einer gemeinsamen Einkehr in der Sattelalm, ging es dann auf direkten Weg für alle unfall- und verletzungsfrei (was natürlich am wichtigsten ist) und zfrin nach Hause.

Das Motto: A bisserl was geht allaweil, wurde bei weitem übertroffen. Es waren richtig gute Skitouren mit guter Stimmung und schönen neuen Bekanntschaften. 

Euer Armin