Die Schlüsselstelle ist jedes Jahr die Gleiche. Im Herbst beginnt die Suche nach einem passenden Hotel, in einer passenden Region für 24 Skitourengeher. Mit dem Parkhotel in Matrei am Brenner wurde eine ideale Unterkunft gefunden. Und dann das Warten auf den Schnee…
Heuer ist es schon besonders zach, es gehen ja eigentlich mit wenigen Ausnahmen nur Pistentouren. Man sagt sich immer: „Irgendwas geht allaweil“. Auch die Wetterprognose war alles andere als berauschend. Das macht die Planung nicht unbedingt leichter.
Wir wählten den Patscherkofel, einen markanten Eckpfeiler von Innsbruck, als Eingehskitour aus. Eine Pistentour über die ehemalige Olympiastrecke. Die Tiefblicke auf Innsbruck und die Nordkette ist beeindruckend. Eine erste gemeinsame Einkehr im Gipfelstüberl, bevor es über die Olympiaabfahrt zurück zum Parkplatz ging. Nach kurzer Autofahrt erreichten wir unser Hotel und lassen den Nachmittag im kleinen, aber feinen Wellnesbereich ausklingen.
Für den zweiten Tag sagte der Wetterbericht für den Nachmittag Aufhellungen. Für uns heißt das ausschlafen und spät frühstücken. Es pressiert halt ned. Auch gab es 5-10 cm Neuschnee, das die Landschaft wiedermal in ein Wintermärchen verwandelte. Wie üblich teilten wir uns in mehrere Gruppen. Während die eine Gruppe nach Praxmar fuhr und den 3004 m hohen Zischgeles bestieg, fuhr der Rest nach Padaun ins Valsertal. Von dort hat man mit Vennspitze und Padnauner Berg mehrere Gipfeloptionen. Der Wetterbericht sollte nicht ganz Recht behalten, es gab nicht nur Aufhellungen, sondern es wurde richtig sonnig. Somit konnten alle einen perfekten Skitag geniessen.
Am dritten Tag dasselbe Spiel, Wetter besser als vorausgesagt und 5-10 cm Neuschnee, nur anderer Ort. Diesmal entscheiden sich alle für den Grubenkopf im Oberbergtal. Und mit dem Hohen Lorenzen hatte man dann noch eine zusätzliche Gipfeloption für die unermüdlichen. Am Grubenkopf war es sonnig und windstill, man konnte bei einer längeren Pause den Blick zu den Dolomiten genießen. Es war fast schon „letz“, was für den Hochwinter ja nicht unbedingt üblich ist.