Die Tourenmöglichkeiten um die Hütte sind vielfältig. Die Namen imposant. Großer Geiger, Kristallwand, Großer Happ und natürlich seine Majestät der Großvenediger. Welcher Skihochtourengeher möchte nicht einmal auf ihm stehen. Der höchste Berg Salzburg`s, mit seinen weißen Gletscherhängen, zieht uns immer wieder in den Bann.
Mit freudiger Erwartung reisen wir an. Auch mit Respekt, wie wird es uns mit der Höhe gehen. 3657 m ist er hoch, der Großvenediger. Wir alle sind erfahrene Skibergsteiger, den Sauerstoffmangel in großer Höhe kennen wir alle. Es wird schon irgendwie gehen, sonst wird es zach.
Vom Virgental steigen wir zur Johannishütte auf. Bestes Wetter, nach einer Pause auf der Hütte steigen wir noch zum Defreggerhaus auf. Hoch steigen und tief schlafen ist ein bekanntes Rezept für die Höhenanpassung. Am nächsten Tag soll der beste Tag der Woche werden, das heißt für uns, wir werden den Venediger angehen. Es ist kalt und windig, aber die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Durch den Gletscherschwund muss eine kurze Stelle abgeklettert werden. Dadurch werden wie in fast allen Regionen die Hochtouren immer schwieriger. Wir kommen gut voran, die Luft wird merklich dünner, aber letztendlich kommen wir alle am ersehnten Gipfel an. Nach vielen Umarmungen und einem gemeinsamen Gipfelfoto fahren wir schnell wieder ab. Wir suchen uns ein windstilles Plätzchen, freuen uns über den schönen Tag und genießen das gewaltige Panorama.
Am nächsten Tag soll ab Mittag der Wetterumschwung kommen. Es soll zuziehen und zu schneien beginnen. Das geplante Ziel zum Großen Geiger wird schnell verworfen. In diesen Gletscherweiten, mit 12 Personen, per GPS durch den Nebel navigieren, das ist kein Spaß. Wir entscheiden uns für den südlichen Happ. Immer noch stolze 3304 m hoch, aber bis Mittag gut machbar. Das Wetter im Blick steigen wir auf diesen schönen Berg. Eigentlich geniale Firnhänge, aber bei diesem Wetter ist die Abfahrt eine ganz schöne Herausforderung.
Den Nachmittag verbringen wir mit Karten spielen und bei dem Ein oder anderen Gläschen Rotwein wird viel gelacht und geratscht. Die erhoffte Wetterbesserung für den letzten Tag stellt sich dann doch nicht ein. Wir entschließen uns abzufahren. Die Luft ist auch raus. Unser Primärziel der Großvenediger wurde erstiegen und wir treten die Heimfahrt an.
4 Tage mit Freunden verbringen, schöne Erlebnisse miteinander teilen. Gemeinsam lachen und ratschen. Das Leben kann so schön sein.
Leiter: Armin Scheuerecker/Klaus Ober
Nadine, Annette, Waltraud, Sonja, Sigi, Marion, Karin, Kone, Mäx und Markus