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Wie komme ich zur Stoißer Alm

Man kann sich eine Übersichtskarte gleich in einem weiteren Fenster anzeigen lassen! Kann aber etwas dauern (200 KB).
Für Technik-Bergsteiger und -Radler: Bei (1) bis (9) sind die GPS-Daten hinterlegt.

Viele Alpenvereinssektionen sind in der (hoffentlich glücklichen) Lage, eine Alpinhütte ihr eigen zu nennen. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß man sich mit der Umgebung, in der die Hütte steht, identifiziert und sie pflegt.

Leider (viele sagten: Gott sei Dank) hatte bis vor kurzem unsere Sektion keine eigene Hütte. Mit der Pacht des Köllensperger Hauses am Predigtstuhl hat sich in unserem Aufgabengebiet, dies ist nach wie vor der Teisenberg, nichts geändert. Wir haben uns gegenüber dem Hauptverein bereit erklärt, die Wege auf diesen Berg zu markieren und in Zusammenarbeit mit dem Forst gangbar zu halten. Seit kurzem wollen wir auch unsere Nachbarsektion Bad Reichenhall etwas entlasten und übernahmen auch die Wege auf der Nordseite des Hochstaufens und den Mosensteig am Predigtstuhl.

 

Nun aber zum Teisenberg:

  Eigentlich steht er falsch. Vom Charakter her könnte man ihn mit seinen bewaldeten Hängen im Bayer. Wald oder im Mittelgebirge vermuten, steigt man ihm von Norden auf sein 1333 m hohes Haupt. Doch kaum wird der Blick in Richtung Süden frei, weiß man, wo man sich befindet. Der Untersberg, der Hochstaufen und der Zwiesel vor der Nase schränken wohl die Sicht etwas ein, dennoch kann jeder die Berchtesgadener Berge mit Watzmann usw. und die Chiemgauer Felsgipfel ausmachen. Salzburg liegt einem zu Füßen und bei klarer Sicht ist im Norden der Bayer. Wald deutlich zu erkennen.

 

Aber wie komme ich da hinauf?

Es gibt so viele Wege, daß man sie gar nicht alle aufzählen kann. Nur eins sei vorangestellt: alle sind bestens hergerichtet und markiert. Nicht nur der Alpenverein, sondern auch alle umliegenden Verkehrsvereine leisten hier hervorragende Arbeit.

 

Der DAV Teisendorf betreut folgende Wege:

Ausgangspunkt Feilenreit, mit Pkw von Neukirchen oder aus Richtung Siegsdorf zu erreichen, auf der Karte mit "1" bezeichnet: Immer der rot-weißen Markierung über den Großen Kachelstein bis zur "Schneid" (Gipfel hinter der Stoißer Alm) folgend.

Ausgangspunkt Neukirchen/Lochmühle, bereits ab der DEA-Tankstelle ausgeschildert. Der Markierung folgend mündet er bei ca. 1000 m in den Weg aus Richtung Seiberstadt-Kühberg ein. auf Karte "2"

Ausgangspunkt Seiberstadt mit neu angelegtem Parkplatz unmittelbar neben der BAB München-Salzburg, bis hierher mit Auto vom Achthal bzw. Oberteisendorf: der vielleicht kürzeste Weg zur Stoißer Alm, bequem und bestens ausgeschildert auf Karte "3".


Ausgangspunkt Hub, kürzeste Anfahrt von Teisendorf. Hier sind zwei Wege möglich: Weg über die Achterhütte (auf Karte "4") und über die Schneid (auf Karte "5")

Neben diesen bezeichneten Wegen gibt es noch genügend Freiraum für eigene Entdeckungen. Teisenbergkennern wird der "Klostersteig" oder der sogen. "Zickzackweg" ein Begriff sein. Bitte selbst suchen!

In 1 ½ bis 2 Stunden hat jeder sein Ziel, die hinter dem Gipfel befindliche Stoißer Alm erreicht. Die Alm ist das ganze Jahr über durchgehend geöffnet und im Sommer (in der Regel vom 1. Mai bis Ende Oktober) bewirtschaftet, Tel. 0175/6166267. Auch ist eine Übernachtung im Matratzenlager möglich. Außerhalb der Almzeit hält der Skiclub Teisendorf an den Wochenenden im Keller ein warmes Plätzchen zum Rasten bereit.

Für Fahrradfahrer:

Fußgänger werden aber in letzter Zeit auf der Stoißer Alm rar. Denn es ist nicht ausgeschlossen, daß am Abend zweihundert oder mehr Fahrräder am Almzaun parken. Radfahrer sind, anders als z.B. in der benachbarten Steiner Alm, hier gern gesehene Gäste. Und die Forststraßen dort hinauf sind geradezu geschaffen, mit dem Bergradl befahren zu werden. Deshalb hier meine Vorstellung der besten Routen. Auf der Karte sind sie mit grünen Punkten eingezeichnet und numeriert.

1.

Üblicher und kürzester Weg aus Richtung Teisendorf und Waging. Man kann am Autobahn-Salzstadl bei Hub oder auf dem letzten Parkplatz vor der Schranke parken, wenn man nicht gleich mit den Rad an der Haustüre starten möchte. Bitte immer den Straßen bergwärts folgen, auch dann, wenn ein Wegweiser "Auffahrt Stoißer Alm" (nur Pkw-Auffahrt) links weist. Bei einer Kurve mit Aussicht auf den Chiemsee links der Skimarkierung folgend und bei der nächsten Kurve mit weiß-rotem Pfeil nach rechts nicht rechts, sondern geradeaus fahren. Man fährt um den Berg herum, kommt an der Steinwandhütte vorbei und hält sich immer der Hauptrichtung folgend teilweise auch leicht abfahrend in westlicher Richtung. Bei einer Viehsperre erreicht man das Almgelände und sieht bereits über sich die Stoißer Alm .


2.

Auf der Fahrstraße von Anger aus; parken, wo es paßt, z.B. auf dem öffentl. Parkplatz unterhalb des Dorfplatzes oder aber vor dem Sperrschild.

Hier benötigt man kaum Orientierungssinn. Der gesamte Weg ist bestens ausgeschildert, ein Verfahren dürfte nicht möglich sein.

3.

Vom Gasthaus Adlgaß (Zufahrt über Inzell); Auffahrt in Richtung Anger, dann kurz nach dem Angerer Kreuz (Gedenkkreuz links neben der Straße) links weiterfahren. Man kommt dann auf den Weg aus Richtung Anger, dem man bis zur Alm verfolgt.

4.

Etwas komplizierter aber ruhiger ist es von Adlgaß über die Bäcker Alm. Kurz vor Adlgaß zweigt eine steile Forststraße nach links ab. Ihr folgend (Weg Nr. 29) geht’s ca. 2 km nach oben, bis ein Weg nach rechts in Richtung Stoißer Alm (Forststraße) ausgeschildert ist. Man kann sich nicht verfahren. Zum Schluß, bevor es in Richtung Hammer bergab geht, rechts über den steilen Weg aufwärts. Anschließend Querung auf schmalem Steiglein und über eine Viehsperre zur Alm.

5.

Von der B 306 Siegsdorf-Inzell ca. 1 km nach Hammer der gut markierten Forststraße folgend kommt man oberhalb der Farnbichl Alm auf den Weg Nr. 16, der nach einer immer steiler werdenden Forststraße ganz oben wie beim vorher beschriebene Weg in einen steilen Pfad leitet.

6.

Ein Weg, den ich absichtlich nur abwärts beschreibe:

Hinter der Stoißer Alm aufsteigend an der Kapelle und dem Wasserrad vorbei in Richtung Schneid. Ca. 100 m rechts neben dem höchsten Punkt befindet sich ein Durchlaß durch den Almzaun ohne Wegweiser. Hier beginnt ein Fußweg, der nach ca. 100 m auf die Forststraße trifft. Bis hierher bitte Rad schieben! Ihr folgend, nur einmal etwas aufwärts, nach Neukirchen. Die Abzweigung nach Feilenreit (Riedl) ist leicht zu übersehen, diese Straße wird deshalb nicht beschrieben.

Absichtlich lasse ich den Weg von Seiberstadt / Kühberg zur Stoißer Alm als Radtour aus, auch wenn ihn MTB-Führer beschreiben. Denn dieser Weg ist dafür zu schmal. Vor allen Dingen bergabfahrend reißt man beim Bremsen tiefe Spurrillen in den Kies, die der nächste Regen ausschwemmt. Um berechtigt von Fußgängern nicht als Rüpel bezeichnet zu werden, sollte man tunlichst hier nicht runterfahren.

Der Teisenberg im Winter:

Viele Einheimische meinen, der Teisenberg sei ein schöner Skiberg. Ich bin anderer Meinung und gehe auch im Winter zu Fuß zur Stoißer Alm. Wer es nicht lassen kann, seine Ski auf geräumten und gestreuten Forststraßen aufzuarbeiten, folge aber bitte den Skimarkierungen. Sie wurden angebracht, um den Lebensraum der Rauhfußhühner zu schonen. Aber nicht nur für die Skifahrer sind dies Orientierungspunkte. Auch der Wanderer sollte sich daran halten!
Auch wenn es aufgrund der dichten Bewaldung scheint, daß am Teisenberg Lawinen ausgeschlossen werden können, so sei der Hinweis erlaubt:
Der Bereich der Forststraße unterhalb der Alm ist ein leeseitiger Steilhang, der extrem gefährlich sein kann. Bitte hier besonders vorsichtig sein! Hier sind schon mehrmals Wanderer und Skifahrer verschüttet worden!

Alle Teisenbergwege, die mit dem MTB zu befahren sind, können als GPS-Tracks bei
http://www.gps-tour.info/ aufgerufen und aufs GPS-Gerät geladen werden.

Für ganz bequeme, die sich auf keinen Fall verfahren wollen, hier der Link zu den Seiten, die die 8 gängigsten MTB-Auffahrten bescheiben: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.19486.html

Nicht angeführt sind die normalen Auffahrten von Anger und von Adlgaß, denn auf  diesen Straßen kann man sich nicht verfahren!

Bericht: Alois Herzig

aktualisiert: 02.08.2013 A.H.

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