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Der Karwendel-Achter
Zwei Tage durch das Herz des Naturschutzpark Karwendel

Wie schafft man es, in nur zwei Tagen das Karwendelgebirge zu durchqueren? Natürlich nur mit Hilfe unserer Bergradel! Ich hatte mir eine Route ausgedacht, die ich anderen nicht vorenthalten möchte. Allerdings ist sie ungeeignet für MTB-Fahrer, die sich nur im steilen und steinigen Gelände wohlfühlen und Autostraßen und Radwege verschmähen.

Unser Startpunkt und zugleich Schnittpunkt des Achters ist Hinterriß. Die Tour beginnt mit einer zügigen Abfahrt nach Vorderriß und der Weiterfahrt auf der Mautstraße nach Wallgau. Diese Strecke kann auch mit einer MTB-Variante über die Vereineralm gewürzt werden. In Wallgau wird in den Isarradweg eingefädelt, der über die sogenannten Buckelwiesen nach Mittenwald bestens ausgeschildert ist. Nun weiter auf dem Radweg nach Scharnitz. Hier endet der gemütliche Teil der ersten Runde, man biegt vor der Kirche links ab. Der Weg ins 18 km lange Karwendeltal ist gut ausgeschildert, zuerst steil, dann recht gemütlich und zum Schluß wieder knackig zum Karwendelhaus und zum Hochalmsattel (1803 m). Dort öffnet sich der wirklich umwerfende Blick zu den Laliderer Wänden und zur Falkenhütte. Diese AV-Hütte wäre eine Alternative zur bevorstehenden Übernachtung im bestens geführten Gasthof „Zur Post“ in Hinterriß, den wir nach einer langen und anfangs holprigen Abfahrt durch das Johannestal am späten Abend erreichen. Hier sei noch angemerkt, dass der gesperrte und mit einem Totenkopf versehene Schluchtweg fast am Ende der Forststraße fahrbar ist und einen zähen Gegenanstieg umgeht. Fakten des ersten Tages: 85 km Gesamtstrecke mit ca. 1200 Hm, Gesamtfahrzeit ca. 6 Std.


Isar zwischen Vorderriß und Wallgau

Larchetalm im Karwendeltal

Auffahrt vor dem Karwendelhaus

Am Hochalmsattel

Abfahrt ins Johannestal

Unser Gasthaus in Hinterriß

Der nächste Tag beginnt mit der gemütlichen Fahrt auf der Mautstraße in die Eng. Dieser gewaltige Talschluß gehört einfach dazu. Erst bei der Rückfahrt zur Plumsjochstraße kommen uns die für die Eng üblichen Autokolonnen entgegen. Die Panoramastraße zum Plumsjoch hat eine angenehme Steigung. Wohlweislich lassen wir die Hütte links liegen und wagen uns gleich an die steile Abfahrt zur Gernalm. Obwohl sie als MTB-Schiebestrecke ausgeschildert ist, kann sie mit der nötigen Vorsicht beinahe durchgehend befahren werden. Es schließt die zügige Abfahrt auf der Teerstraße nach Pertisau an. Auf dem bequemen Seeuferradweg über Maurach nach Achenkirch treibt uns ein kräftiger Rückenwind vorwärts. Von dort folgen wir den blauen Pfeilen des Bayern-Tirol-Radwegs und umgehen so die stark befahrene Bundesstraße zum Achenpaß. Dieser Radweg umfährt den Sylvenstein-Stausee am Südufer und endet für uns in Fall. Hier muß wieder notgedrungen die breite Autostraße auf 20 km den Kreis nach Hinterriß schließen. An diesem Tag waren etwa 95 km und wiederum 1200 Hm zu bewältigen, bei gemütlichem Tempo wieder 6 Stunden Fahrzeit.


Rückfahrt von der Eng

Plumsjochstraße

Steinfalk, Risserfalk

links liegt das Plumsjochhaus

Radweg entlang des Achensees

In der Achenklamm

Ich wünsche allen Wiederholern dieser wunderschönen Panoramatour ein so schönes Wetter wie wir es hatten. Einkehrmöglichkeiten gibt es auch genügend!

Für die Groborientierung kann hier eine -Karte mit der eingezeichneten Route geöffnet werden.

Wer eine genauere Wegbeschreibung des ersten Tages mit GPS-Track benötigt, dem empfehle ich die Seite bei gps-tour.info

Alois Herzig

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aktualisiert: 22.09.06 A.H.

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