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Wechtenabbruch am
Unterberghorn
(15.02.2009)
Lawinenstufe 3 bis 4 in den heimischen
Bergen. Das zwingt zur Umplanung. Die Gemeinschafts-Skitour auf den
Gamskogel in den Kitzbühler Bergen ist dem Michael zu gefährlich. Er
entscheidet sich deshalb für den sicheren Pistenanstieg auf das
Unterberghorn bei Kössen. Auf der Piste brauchen wir natürlich keine
Lawinenausrüstung, wir verzichten auf den obligatorischen LVS-Test.
12 Teilnehmer gehen am Pistenrand entlang die knapp 1100 Hm bis zur
Jausenstation neben dem Gipfellift. Für die Hälfte der Teilnehmer
lockt aber noch der Unterberghorn-Gipfel. Bei dichtem Nebel findet
Lorenz den Grat, er war früher schon einmal hier. Doch plötzlich: ein
dumpfes Geräusch und Lorenz bricht mit einer mächtigen, nach Osten
auskragenden Wechte ab. Er kann sich gerade noch an der Kante halten.
Resi, Christian und Michael helfen ihm über die Kante. Das war knapp!
An dieser Stelle bricht die Ostseite über 100 Höhenmeter mit einer
Steilheit von gut 70 Grad (wir dachten, es wäre fast senkrecht) ab.
Geschockt durch den Vorfall drehen die anderen um, nur Lorenz und ich
gehen zum Gipfel weiter. Natürlich ab jetzt mit dem gebührenden
Abstand zur Gratkante. Sonne am Gipfel belohnt uns.
Nach kurzer Einkehr in der Jausenstation fahren wir gemeinsam die
bestens präparierten Pisten zum Auto ab.
Fazit: Auch bei einer Pistentour sollte
man das LVS-Gerät eingeschaltet mitführen. Man weiß nie, ob nicht die
eine oder andere Fleißaufgabe oder Tiefschneeabfahrt lockt.
Bericht und Bilder: Alois Herzig
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