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Tourenbericht zu den
Mountainbiketouren im Pustertal
Mi.-So., 26.-30.9.2009
35 Teilnehmer waren mit dabei, beim „Mountainbiken
im Pustertal“. In 5 Tagen erkundeten wir die Umgebung von Bruneck, ein
Mountainbikeeldorado für alle Ansprüche, wie sich herausstellen
sollte.
Bereits am Dienstag fanden sich die
ersten Teilnehmer in unserer Unterkunft, dem Hotel Innerhofer (www.hotel-innerhofer.com)
in Gais im Tauferer-Tal, nur 5 km von Bruneck ein. Die einen hatten an
den Mountainbiketouren vom Inntal ins Pustertal teilgenommen, die
anderen waren von zu Hause über den Felbertauern und Stallersattel
hergeradelt. Die große Schar folgte aber am Mittwoch mit dem Auto und
so entstand im Laufe des Vormittags ein geschäftiges Durcheinander vor
dem Hotel, bis gegen 11:00 Uhr alle 35 Teilnehmer bei strahlendem
Sonnenschein zum Start auf die erste Tour bereit waren. Zum Einradeln
stand die „Pyramidentour“ zu den Erdpyramiden bei Oberwielenbach auf
dem Programm. Zuerst ging es flach auf schmalen Nebenstraßen und
Schotterwegen bis nach Percha. Von dort hinauf nach Oberwielenbach hatte
das gemütliche Einrollen ein Ende. Steil, aber schattig, führt der
Forstweg entlang des Wielenbachs hinauf, bevor man wieder die Straße
nach Platten erreicht. Hier hat der Regen in nur wenigen Jahrhunderten
aus einem alten Murenkegel die spektakulären Erpyramiden mit ihren
Steinhüten herausgewaschen. Während nun die eine Hälfte der Gruppe
noch den 500hm Anstieg hinauf zur Gönner Alm (1987m) unter die Räder
nahm, entschloss sich die andere Hälfte erstmal zu einer gemütlichen
Einkehr im Pyramidencafe. Anschließend ging es noch den kurzen steilen
Anstieg zum Grubenplatz hinauf, bevor man auf einem schönen Singletrail
wieder die Straße nach Tesselberg erreicht. Wir folgten der Höhenstraße
mit leichtem Auf und Ab bis nach Mühlbach und genossen das herrliche
Panorama über das Tauferer Tal und Bruneck, bevor wir uns an die
rasante Abfahrt hinunter nach Uttenheim und auf dem Radweg zurück nach
Gais machten. Nach ca. 40km und je nach Gruppe1200-1400hm machten wir es
uns auf der Hotelterrasse bequem und begannen die Pläne für die nächsten
Tage zu schmieden.

Wiesenweg nach Oberwielenbach |

Erdpyramiden |

Blick ins Tauferer Tal nach Gais |
Gleich am Donnerstag nahmen wir uns ein
absolutes Highlight der Gegend vor, nämlich die Tour rund um den
Rieserferner. Wir entschlossen uns sie gegen den Uhrzeigersinn zu fahren
und so starteten wir in 2 Gruppen in Richtung Stallersattel. Die eine
mit den Rädern direkt vom Hotel, die andere verkürzte sich die Tour
mit dem Auto und startete am Biathlonzentrum in Antholz. Nachdem der
Stallersattel (2052m) überwunden war ging es zuerst hinunter ins
Defereggental bis nach Erlsbach (1550m) von wo der lange Anstieg hinauf
zum Klammljoch beginnt. Bei der Oberhausalm (1800m) wurde erstmal eine längere
Mittagspause eingelegt, und hier vereinigten sich auch die beiden
Gruppen wieder. In kleinen Gruppen, vorbei an der historischen
Jagdhausalm, ging es hinauf zum Klammljoch (2288m). An der Knuttenalm
(1869m) stand nochmals eine ausgiebige Einkehr auf dem Programm, dann
ging es flott hinunter nach Rein in Taufers und über das Reintal nach
Sand in Taufers. Auf dem Radweg legten wir das letzte Stück der 93km
(60km) und 2300hm (1500hm) bis nach Gais zurück.

Auffahrt zum Stallersattel |

Auffahrt zum Klammljoch |

Abfahrt vom Klammljoch zur Knuttenalm |

A zünftige Brotzeit |

an der Knuttenalm |
Auch für den Freitag war schönes
Sommerwetter angekündigt und so wählten wir aus dem riesigen Angebot möglicher
Touren die Rodeneckeralm als Ziel. Mit Unterstützung von Manni, dem
Hotel-Bikeguide, wurden 2 Varianten ausgearbeitet. Eine über Bruneck
und St. Lorenzen nach Ehrenburg, die andere mit einer kleinen Zugabe über
Pfalzen und Kiens. Beide Varianten mit netten Singletraileinlagen. Hier
leisteten uns die GPS-Geräte wertvolle Dienste, die wir mit den
jeweiligen Tracks versehen hatten. Von Ehrenburg (830m) begann der
eigentliche Anstieg hinauf zum Bergdorf Ellen (1352m). Dort trafen die
beiden Gruppen wieder zusammen. Nach einer kleinen Pause startete die
eine Gruppe in Richtung Astjoch (2197m), die andere nahm die direkte
Route zur Rastnerhütte (1931m) auf der Rodeneckeralm unserem Tagesziel.
Nachdem sich alle gut gestärkt und einige die Liegestühle für eine
gemütliche Rast genutzt hatten, machten wir uns wieder an die Abfahrt.
Die etwas Mutigeren stürzten sich in den 67’er, einen anspruchsvollen
Singletrail. Der Rest fuhr über den etwas einfacheren 68’er Weg bis
auf den ersten Forstweg ab, der dann wieder zurück in Richtung Ellen
leitet. Am Schnittpunkt mit dem 67’er trafen wir dann wieder auf den
Rest der Truppe, die gerade dabei war einen Platten zu beheben. So
machte sich die ganze Große Schar an die Rückfahrt in Richtung Hotel.
Für einige war der Tag noch zu jung, und so nahmen sie noch die
Seilbahn hinauf auf den Kronplatz. Sie wollten noch eine rassige
Singletrailabfahrt entlang des Panoramawegs Nr. 8 testen.

Auffahrt nach Ellen |

Astjoch (Ellener Kreuz) |

Abfahrt Richtung vom Astjoch |
| Über
den Tag hatten sich immerhin ca. 1600hm und gut 60km aufsummiert
und so freuten wir uns wieder auf das gute Abendmenü und ein
kühles Bier auf der Terrasse. |

mit anspruchsvollen Passagen
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Für einige war am Samstag bereits
Heimreisetag und so ließen wir es etwas gemütlicher angehen. Der
Wetterbericht hatte eine Kaltfront angekündigt, die bereits am Morgen
aus dem Tauferertal mit grauen Wolken drohte. Wir ließen uns aber nicht
abschrecken und starteten voller Zuversicht in Richtung Kronplatz. Die
etwas gemütlichere Truppe entschloss sich die mechanische
Aufstiegshilfe in Anspruch zu nehmen und die Panoramarunde um den
Kronplatzgipfel zu fahren. Der Rest startet auf dem Forstweg hinauf in
Richtung Ochsenalm. Die Regenfront näherte sich nur zögerlich und so
keimte fasst die Hoffnung auf den Gipfel trocken erreichen zu können.
Leider wurde die Hoffnung enttäuscht und so füllte sich die Gaststube
der CAI-Hütte mit nasser Radlkleidung und hungrigen Bikern. Das Essen
war hervorragend und so ließen wir es gemütlich angehen. Die ersten
blauen Flecken zeigten sich schon wieder zwischen den Wolken und nach
der Abfahrt in Bruneck zeugten nur noch unsere schmutzigen Räder von
der Regenfahrt. Das tolle Panorama am Kronplatz-Gipfel konnten wir
leider nicht genießen, aber eine schöne Tour mit immerhin fast 1500hm
und 45km war es auch.

mechanische Aufstiegshilfe |

Ochsenalm am Kronplatz |

Kronplatzgipfel |
Einen super Abschluss fand die
Veranstaltung am Sonntag. Nachdem wir die Zimmer geräumt hatten
starteten wir mit den Autos Richtung Pragser Tal. Unser heutiges Ziel
sollte die Plätzwiese und der Strudlkopf sein. Die Berge waren vom
Regen des Vortags wie abgewaschen und einzelne kleine Quellwolken
lockerten den ansonsten strahlend blauen Himmel auf. Die Autos wurden
gleich am Anfang des Pragser Tales geparkt und wir starteten wieder in 2
Leistungsgruppen. Eine Gruppe fuhr über das Höhlensteinstal nach
Schluderbach und von dort auf der Schotterstraße hinauf, die andere
nahm die kürzere Variante direkt über die Mautstraße. Treffpunkt war
die Dürrensteinhütte (2040m) von wo eine alte Kriegsstraße bis auf
den Strudelkopf (2307m) führt. Dieser bot uns eine traumhafte Aussicht
auf die nördlichen Dolomiten. Von den Sextener Dolomiten über die Drei
Zinnen, den Mt. Cristallo bis zur Hohen Gaisl. Im Norden zeigten sich
noch die Gipfel der Zillertaler Alpen und der Hohen Tauern mit dem Großvenediger.
Ein wahrlich gelungener Abschluss der Tourenwoche. Nach einer Einkehr in
der Dürrensteinhütte gab es als I-Tüpfelchen noch eine
Abfahrtsvariante hinüber zur Stolla-Alm. Nach einer zügigen Abfahrt
hieß es nun endgültig die Räder verstauen und sich an die Heimreise
machen.

Auffahrt zum Strudelkopf |

Blick zur Cristallogruppe |

Auf dem Strudelkopf |

Abfahrt zur Plätzwiese |

auf der Plätzwiese |
Es war eine gelungene Veranstaltung.
Zum einen hatten wir großes Wetterglück und das Pustertal bietet
optimale Bedingungen zum Mountainbiken. Einen großen Teil zum Gelingen
haben auch die Teilnehmer selbst beigetragen, es war eine tolle Truppe.
Besonders bedanken möchte ich mich
auch bei Edith und Agnes vom Hotel Innerhofer, uns nicht nur eine super
Unterkunft geboten haben, sondern die uns zusammen mit Manni auch
optimal bei der Tourenplanung unterstützt haben.
Heinrich Mühlbacher
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