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Genussskitouren am
Julierpass
(1. bis 5. 4. 2009)
Nach einer längeren Schlechtwetterperiode klang der
Wetterbericht endlich etwas freundlicher. Die private Wetterberatung des
bewährten Innsbrucker Wetterdienstes bestätigte diese Einschätzung.
Mir fiel ein Stein vom Herzen. Das Skigebiet um den Julierpass war
dieses Frühjahr reichlich mit Schnee versorgt, und der Alois hatte im
Vorfeld schon gute Organisationsarbeit geleistet und ein relativ günstiges
Quartier, das
„Ospizio La
Veduta“, direkt am Julierpass ausfindig gemacht. Eine Absage im
letzten Moment wegen schlechter Wetterlage wäre sehr schade gewesen.
Die Sektionstour konnte also stattfinden.
Bei der Beschreibung der einzelnen Touren versuche ich mich
kurz zu fassen, und die Photos sprechen zu lassen. An dieser Stelle meinen Dank an Alois,
der auch den Internet-Auftritt gestaltet, und Lorenz, die ihre Photos
zur Verfügung gestellt haben.
1.Tag: Anreise, bzw. Piz Lagrev (3164)
Eine Gruppe der 14 Teilnehmer ist bereits am 01. April in
aller Frühe losgefahren und hat am Nachmittag schon den Piz Lagrev,
einen sehr schönen Skigipfel, den ich schon vor Jahren genießen
konnte, bestiegen. Seit damals reifte auch bei mir die Idee, eine
Sektionstour in dieses Gebiet zu organisieren.
Die zweite
Gruppe traf nach einer wunderschönen, rasanten Fahrt mit einem Kleinbus
durch den Frühling im Inntal am späten Nachmittag am „Ospizio La
Veduta“ ein. (An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Max, unseren
Piloten). Am Julierpass lag der Schnee noch meterhoch neben der Strasse,
und ich konnte gleich einige, mir neue Gesichter in unserer Runde begrüßen,
was mich immer besonders freut.

Rast kurz vor Scuol |

Aufstieg Piz Lagrev |
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Gut gepackter Lastesel |
2.Tag: Piz d’Err (3378)
Die sogenannte „Eingehtour“ (zumindest für die am
Nachmittag angereiste Gruppe), eine lange Tour und über 1900 Höhenmeter. Durch das Val
d’Agnel hinauf zur Furcula d’Agnel, dann 300 Hm Abfahrt zur
Jenatschhütte. Hier locken viele Tourenziele die Skitourengeher an.
Dann mussten die Felle
wieder aufgezogen werden.
Alle 14 Teilnehmer erreichten schließlich den Gipfel,
wobei die letzten 50 Meter nur zu Fuß zu bewältigen waren. Der Schnee
war gut, halb Pulver, halb Firn. Bevor wir den Gegenanstieg zurück über
die Furcula d’Agnel zum Julierpass in Angriff nahmen, gönnten wir uns
eine Pause auf der Jenatschhütte. Oben auf der Furcula erwischte uns
ein leichter Schneefall und dann ging es nur noch tanzend abwärts. Ein
gut ausgefüllter Tag, der abends mit kulinarischen Genüssen im Ospizio
La Veduta zu Ende ging.

Gipfel Piz dErr |

Die letzten Meter |

Jenatschhütte |

Vor dem letzten Gegenanstieg |

Unsere 1-A-Unterkunft |

Wir schaufeln die Terrasse frei |
3. Tag: Piz Scalotta (2992)
Der sogenannte „Ausrast-Tag“, nur wenig über 1200 Hm,
Start war in Bivio. Der schwer zu fahrende Schnee ließ unsere
Skifahrerherzen an diesem Tag auch nicht höher schlagen.
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Blick Richtung Julierpass
links: unter uns Bivio |

Wo gehts hin?? |
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Ein etwas schwerer Schnee
links: Gipfelkreuz Piz Scalotta |

Enge Ortsdurchfahrt in Bivio |
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Beim Frühstück
links: ein besonderer Tag für Annemarie |

Der letzte Abend mit Käsefondue |
4. Tag: Piz Turba (3018)
Ein Gipfel, der mit Liftunterstützung leicht zu erreichen
gewesen wäre. Wir wählten den Weg durch das Val Togaretga.
Auch hier beeindruckt die Vielzahl der auftauchenden Tourenziele. Ein Vorgipfel
des Piz Turba steht wie ein
Mini-Matterhorn in den blauen Himmel. Die letzten Meter stapften wir zu
Fuß über einen unschwierigen Grat auf den Gipfel. Grandios der Blick
zu Bernina und Bergell! Der
Schnee war diesmal auch nach unserem Geschmack, die letzten Meter
rutschen wir auf präparierter Piste ins Tal.

Dem Piz Forcellina entgegen |

Rechts ist endlich unser Gipfel zu sehen |

Die letzten Meter zum Piz Turba |

Alle beisammen |

Blick in die Berninagruppe |

Einkehr im Liftgebiet von Bivio |
5.Tag: Corn
Survretta (3071)
Ausgangspunkt: Alp Güglia. Die verharschte Schneedecke
durch das Val da Güglia versprach uns höchsten Abfahrtsgenuss, für
den Fall, dass das Timing stimmt. Das sonnige Wetter
garantierte die besten Voraussetzungen für tollen Firn. Der
Gipfel wartete mit einer steilen Abfahrtsvariante über die Ostflanke
auf, welcher der vorauseilende Teil unserer Gruppe nicht widerstehen
konnte. Klar, dass sie dann nochmals die Felle aufziehen mussten.
Die abschließende Abfahrt war ein einziger
Rausch. Firn bis zum Abschnallen. Abschließend noch eine Erfrischung im
Ospizio
La Veduta. Viele Tagesgäste genießen mittlerweile, auf der von unseren
Männern schneefrei
geschaufelten Terrasse, die Sonne.
Vier, bzw. fünf, Skitourentage, ohne größere
Blessuren, mal abgesehen von Blasen, werden zur Erinnerung.

Im Valetta da Güglia |

Piz Julier wirft Schatten
links: Steilstufe vor dem Gipfel |
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Ausblick auf das Skigebiet von St. Moritz |

Lidwina in ihrem Element |

Traumfirn bei der letzten Abfahrt |

alle 14 Teilnehmer auf
dem Piz Turba:
stehend: Max, Annelies, Lorenz, Josef, Resi, Herbert, Irmi, Annemarie,
Heini, Thomas, Herbert
unten: Helmut, Lidwina, Alois
Wer die Touren wiederholen möchte,
hier die Beschreibungen mit den GPS-Daten auf gps-tour.info:
1. Tag: Piz
Lagrev
2. Tag: Piz
dErr
3. Tag: Piz
Scalotta
4. Tag: Piz
Turba
5. Tag: Corn
Survretta Bericht: Resi Koch;
Fotos: Lorenz Mayer und Alois Herzig
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