Osterskitour: Großvenediger
3674m und Rainer Horn 3559m.
(Bericht des Tourenleiters)
Das Osterwochenende und
eine große Skitour standen bevor.
Es sollte auf den Großvenediger
gehen.
Schon bei der Anmeldung
kam ich mit dann wie der alte Hannibal vor, der mit seinem Gefolge 218
v.Chr. über die Alpen zog.
Über dreißig Kämpfer,
mit etlichen Streitwagen, hatten sich für die Tour angemeldet.
So war ich dann ganz
froh, dass sich dann die Truppe, beim letzten Rundruf wegen der Unpässlichkeit
einiger Teilnehmer etwas reduzierte.
Als sich dann noch
einige Mitgeher in letzter Minute anmeldeten musste ich leider
absagen.
Hier ein Tipp:
Rechtzeitig anmelden, dann klappt es besser.
Die Großwetterlage für
das Wochenende war nicht so toll. Aber der Innsbrucker Wetterbericht
gab mir dann grünes Licht für die Tour. Also wurde die Ausrüstung für
die, eigentlich zu große Gruppe, zusammengestellt.
Irgendwer hatte unsere
Tour versehentlicher Weise für den Sonntag und Montag, als einen Bußausflug
in die Zeitung gesetzt. War zwar gut gemeint aber ein kurzer Anruf und
alle Unstimmigkeiten wären beseitigt gewesen.
Dann, am Freitag, machte
ich mich dann, um halb neun, in Siegsdorf am Schwimmbadparkplatz mit
drei Kaiser, wer hat das schon? neun Streitwagen ( Autos ) 24
normalsterblichen und einem Hund auf den Weg.
Bis hinter Lofer regnete
es und ich zweifelte schon, ob meine Entscheidung richtig war, diese
große Tour zu gehen.
Erst in Zell am See
wurde es dann etwas heller
Als wir dann an unserem
Ausgangspunkt, in Hinterbichl im Prägartener – Tal ankamen, sah es
gar nicht so schlecht aus. Die letzten Wolken verzogen sich und ein
schönes Wochenende stand vor der Türe.
Leider war die Straße
zum Steinbruch, wegen Lawinen, noch nicht befahrbar. So mussten wir
die Skier circa eine halbe Stunde tragen, bis der Schnee anging. Aber
dann ging es los.
Bei herrlichem Wetter
kamen wir an der Johannishütte vorbei.
Dann am spätem
Nachmittag kamen wir dann bei unserem kalten, ungemütlichem
Hochlager, dem Defregger Haus an.
Die Hütte war den
ganzen Winter nicht bewirtschaftet gewesen und dadurch so richtig
eiskalt. Auch das einheizen nützte nur wenig. Im Lager lag noch immer
der Schnee, durch die Fugen im Gebälk hereingeweht war. Eine kurze,
kalte Nacht, erwartete uns.
Am nächsten Morgen,
noch nicht ganz wach, ging es um halb Sieben runter zum Frühstücken.
Dann, um kurz nach halb Acht machten wir uns etwas unausgeschlafen und
immer noch durchkühlt auf den Weg. Der Himmel war leicht bedeckt und
ich hatte schon Bedenken ob das Wetter für die Tour noch halten würde.
Dann, beim Anstieg zum Rainer Törl lies der Wind dann nach. Nach gut
zwei Stunden, die Luft wurde hier schon etwas knapper, kamen wir dann
über den schmalen Gipfelgrat an den höchsten Punkt des Großvenedigers.
Leider drängte hier die Ersten schon wieder weiter. So dass die zu
letzt Angekommenen nur eine kurze Pause hatten.
Nun ging es wieder
runter zum Rainer Törl. Die Felle wurden erneut aufgezogen und dann
machten wir uns zum nicht einfachen Anstieg aufs Rainer Horn. Die 150
Hm waren dann etwas schwierig, da der Hang abgeblasen und hart war.
Aber so nach und nach, wurde auch diese Schwierigkeit gemeistert. Nach
einer kurzen Pause ging es dann an die Abfahrt. Zuerst , vorsichtig über
den hartgefrorenen Schnee, dann rüber ins äußere Mullwitz-Kees. Von
hier aus erwarteten uns nun traumhafte, Skipisten-gleiche Hänge. Der
Schnee war recht gut und so zogen wir unsere Bögen nur so in den
unberührten Schnee. Es wurde jetzt immer wärmer. Nach einigen Pausen
und Stürzen kamen wir dann ohne größere Zwischenfälle wieder bei
der Johannishütte an. Hier erwartete uns der, nach der nun doch schon
recht langen Tour, wohlverdiente Einkehrschwung. Nach dieser Pause bei
recht angenehmen
Temperaturen machten wir uns dann wieder an die Abfahrt, durch den nun
schon sehr weichen Schnee. Das letzte Stück zu den Autos mussten die
Skier über neue Lawinenabgänge getragen werden.
Trotzdem glaube ich,
dass die Tour eigentlich ganz gut gelungen ist.
An dieser Stelle möchte
ich mich noch einmal bei den schon recht vielen, aber dennoch,
nachhinein gesehen, unkomplizierten Teilnehmer der Osterskitour
bedanken.
Wünsch euch allen nur
das beste und freue mich schon auf die eine oder andere Tour mit Euch.
Mit freundlichen Grüßen Hannibal
bzw.
Robert Hanisch.
Hier noch die Fotos von
dieser Tour, alle aufgenommen von Herbert Reiter: